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2012
GLAUBE LIEBE HOFFNUNG

  von

Ödön von Horváth


Regie: Udo van Ooyen

Premiere: 01.11.2012
18 Aufführungen

1105 Zuschauer
 
  
zum Stück

Es herrschen Rezession und Arbeitslosigkeit. Elisabeth, jung, hoffnungsfroh und wild entschlossen, ihr Glück zu machen, kämpft mit allen Mitteln um ihre Existenz. Wegen alter Schulden und eines neuen Vertreterjobs, für den sie einen Wandergewerbeschein kaufen muss, versucht sie sich Geld zu leihen. Sie braucht Geld, um arbeiten zu können. Und sie braucht Arbeit, um Geld verdienen zu können. So meldet sich Elisabeth beim Anatomischen Institut, um dort ihren Leichnam schon zu Lebzeiten zu verkaufen. Als das nicht funktioniert, zeigt sich der Präparator des Instituts gerührt und leiht ihr das notwendige Geld. Kurz darauf erfährt er, dass Elisabeth das Geld zur Bezahlung ihrer Vorstrafe verwendet, die sie wegen Handelns ohne Wandergewerbeschein erhalten hat. Er zeigt sie wegen Betruges an und sie wird zu 14 Tagen Haft verurteilt. Als sich später ein junger Polizist in Elisabeth verliebt, verschweigt sie ihm den Gefängnisaufenthalt. Sie soll seine Braut werden. Doch eines Tages kommt ihre Vergangenheit ans Licht und der Polizist muss sich zwischen ihr und seiner Karriere entscheiden. Er verlässt sie. Wieder allein, ohne Arbeit, ohne Geld, ohne einen Menschen, findet Elisabeth keinen Sinn mehr in ihrem Leben. Sie geht ins Wasser, wird zwar gerettet, aber die Wiederbelebungsversuche haben nur kurzen Erfolg. Von ihrem Glauben, von ihrer Liebe und ihrer Hoffnung verlassen, stirbt sie. 

Personen

ELISABETH
PRÄPARATOR
EIN SCHUPO (Alfons Klostermeyer)
FRAU AMTSGERICHTSRAT
OBERPRÄPARATOR / OBERINSPEKTOR
VIZEPRÄPARATOR / HERR AMTSGERICHTSRAT
BARON MIT DEM TRAUERFLOR / EIN ARBEITSLOSER
IRENE PRANTL
MARIA
JOACHIM, DER TOLLKÜHNE LEBENSRETTER
KAMERAD
 

Darsteller

Alice Kern
Peter Müller
Peter Bäumler
Lilo Rieder
Jean-Rudolf Stoll
Manfred Reinecke
Paul Luternauer
Monik Kavarik
Gabriela Stuber
Gabriel Rittener
Sebastian Haas

zum Autor

Ödön von Horváth (1901 - 1938)

Ödön von Horváth wurde 1901 in Fiume (heute Rijeka, Kroatien) geboren. Als Sohn eines ungarisch-österreichischen Diplomaten war seine Jugend durch viele Ortswechsel bestimmt. Er lebte in Belgrad, Budapest, München, Pressburg, Berlin – und fühlte sich nirgendwo beheimatet. Das allerdings tat ihm nicht weh; er freute sich seiner Heimatlosigkeit, denn sie befreite ihn von einer unnötigen Sentimentalität. Nach dem Abitur studierte er in München einige Semester Germanistik, Psychologie und Theaterwissenschaft. Ab 1923 wandte er sich ganz der Schriftstellerei zu. Er lebte nun hauptsächlich in Berlin und Murnau in Oberbayern.

Horváth verfasste insgesamt 20 Theaterstücke und vier Romane. Auf Empfehlung Carl Zuckmayers wurde er  1931 für «Geschichten aus dem Wiener Wald» mit dem begehrten Kleist Preis ausgezeichnet. Auf dem Höhepunkt seines Erfolges haben die an die Macht gelangten Nationalsozialisten die Aufführung seiner Werke auf deutschen Bühnen unterbunden. Horváth übersiedelte nach Wien. 1938, nach dem «Anschluss» Österreichs, hielt er die Zeit für gekommen, Europa zu verlassen. Sein Emigrationsziel wäre Amerika gewesen. Er machte einen Zwischenhalt in Paris, um Freunde zu besuchen, um über die Verfilmung eines seiner Romane zu verhandeln. Am 1. Juni 1938 wurde er während eines Gewitters auf den Champs Elysées von einer umstürzenden Ulme erschlagen. Ein Tod, wie designet für einen Dramatiker, der das Unheimliche liebte.

In Horváths Werken spiegelt sich die grosse Not der Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit während der Weimarer Republik. Er steht immer auf der Seite der kleinen Leute, präsentiert die Nachbarn aus dem Quartier. Häufig setzt er als Hauptdarstellerinnen Frauen ein,  die in patriarchalischen Verhältnissen unter Unterdrückung und Verachtung leiden. Als «Sozialkritischer Klassiker der Moderne» wird Horváth bezeichnet oder auch als «Erneuerer des Volksstücks».

  
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