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2006
Alle meine Söhne

von
Arthur Miller
Übersetzung: Berthold Viertel
überarbeitet von Bernd Schmidt

Regie: Udo van Ooyen

Premiere: 26.10.2006
20 Aufführungen
1579 Zuschauer

zum Stück

Originaltitel «All my sons»
Schauspiel in drei Akten, Uraufführung am 29. 1. 1947 im Coronet Theatre in New York
 
Wir befinden uns in einer amerikanische Stadt kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Geschichte von Joe Keller wird erzählt, einem Selfmademan, der eine erfolgreiche Geschäftskarriere hinter sich hat und dessen Stolz seine beiden Söhne Chris und Larry sind.
Es ist ein Augusttag im Jahre 1947. Die Gespräche verlaufen scheinbar in gutbürgerlichem Smalltalk innerhalb der Familie und mit den Nachbarn.
Doch nach und nach tauchen Ungereimtheiten auf. Weshalb glaubt Kate, die Frau von Joe, ihr im Krieg gefallener Sohn Larry sei immer noch am Leben? Der noch verbliebene Sohn Chris fragt sich, ob sein ganzes Leben im Dienste der Familienfirma wirklich Sinn mache. Und in der Nacht hat ein Sturm den für Larry gepflanzten Baum gebrochen – ein Zeichen?
In einfacher Umgangssprache nimmt die Spannung zu bis zum Zusammenbruch der idealisierten, ersehnten Zustände aller Beteiligten. Alle sind in grösserem oder kleinerem Ausmass schuldig, insbesondere Joe. Wie lädt man Schuld auf sich? Wie geht man mit Schuld um? Sind es Ängste, Aufträge oder Geld zu verlieren? Sind es Prestigegründe, was würden wohl die Nachbarn denken...? Und welch furchtbare Folgen hat das über Jahre gehaltene Lügengeflecht!
Miller stellt ultimativ die Frage der Verantwortung, auch wenn die Lebensbedingungen den Ansprüchen des Einzelnen in den USA eher feindlich kodiert sind. Miller versteht es hervorragend, den  'einfachen Mann' in die Dramatik der Tragödie zu stellen – wie es die klassischen Dichter mit Königen handhabten. Der wirtschaftlich Erfolgreiche muss schmerzlich seine Fehler erkennen und den andern gegenüber anerkennen, leiden und sich der Gerechtigkeit unterstellen. Es ist die Tragödie eines gewöhnlichen Menschen als Symbol bedeutender Fehlentwicklungen in der grossen Gesellschaft.

Das Stück spielt im Garten der Kellers im Aussenbezirk einer amerikanischen Stadt in einem August wenige Jahre nach dem zweiten Weltkrieg 
 
Personen

Joe Keller, Geschäftsmann
Kate Keller, seine Frau
Chris Keller, sein Sohn
Ann Deever, Tochter von Joe Kellers Geschäftspartner Steve, Verlobte seines verst. Sohnes Larry
George Deever, Anns Bruder
Dr. Jim Bayliss, Arzt, Nachbar der Kellers
Sue Bayliss, seine Frau
Frank Lubey, ein Nachbar der Kellers

Aufführungsrechte: Gustav Kiepenheuer Bühnenvertriebs GmbH
Darsteller

Helmuth Stanisch
Annegret Trachsel
Marcel Zarske
Alice Kern
Peter Bäumler
Jean-Rudolf Stoll
Marlene Schadegg
Peter Müller


 
Arthur Miller (1915 -2005)

Arthur Miller war einer der bedeutendsten Dramatiker der Nachkriegszeit. Unter anderen wurde er mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet. Miller stellt dem 'American Way of Life', in dem der berufliche Erfolg über allem steht, die ethische Verantwortung des Einzelnen in der Gesellschaft gegenüber. Es geht darum, wie man Schuld auf sich lädt, wie man mit ihr umgeht und welche Konsequenzen falsches Verhalten haben kann. Miller verstand es hervorragend, den 'einfachen Mann' in die Dramatik der Tragödie zu stellen – wie es die klassischen Dichter mit Königen taten!

«Alle meine Söhne» ist das erste Stück Millers, das ein Welterfolg wurde. Die gesellschaftskritischen Tendenzen vermochte der Autor in seinen späteren Werken weit weniger konventionell auf der Bühne zu zeigen als in diesem ersten Stück, das zwar einen tragenden Spannungsbogen durchzieht, wirksam gebaut ist, sich aber stark an vorgegebene 'Gerüste' hält. Millers Stück «All my sons» basiert auf einer wahren Geschichte, die sich während des Zweiten Weltkrieges ereignete.
 
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