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2007
«KUNST»

 

von

Yasmina Reza

aus dem Französischen von Eugen Helmlé

Regie: Udo van Ooyen

Premiere: 08.11.2007
18 Aufführungen
1433 Zuschauer 
 

 
         

aa

zum Stück

Originaltitel «ART»

«Mein Freund Serge hat sich ein Bild gekauft. Ein Ölgemälde von etwa ein Meter sechzig auf ein Meter zwanzig. Der Untergrund ist weiß, und wenn man die Augen zusammenkneift, kann man feine weiße Querstreifen erkennen.»

Das von Yasmina Reza geschriebene französische Boulevardstück "KUNST" wurde 1994 in Paris uraufgeführt und mit dem Prix Molière ausgezeichnet. Schnell avancierte "Kunst" zu einem Kultstück, das das Publikum von Paris über Berlin bis Zürich amüsiert.

Oberflächlich betrachtet geht es in dem Stück um Kunst. Serge, ein Kunstliebhaber, kauft sich ein neues Bild und führt es seinen zwei besten Freunden Marc und Yvan vor. Das Bild ist weiß, einfach nur weiß. Und da gibt es den einen, der die Begeisterung dafür gar nicht teilen kann und den anderen, der es sich mit keinem von beiden verscherzen will und versucht, diplomatisch zu sein. Aber es geht viel weniger um Kunst oder um die Mechanismen des Kunstbetriebs. Es geht um eine anstehende Heirat, um Beziehungen. Und es geht in erster Linie um Freundschaft, um das, was unausgesprochen bleibt, um des lieben Friedens willen und was dann auf einmal sich entlädt. Es geht um mangelnde Kommunikation. Um das «Bild», was wir uns von einem Menschen machen. Ist es wirklich noch Freundschaft oder nur die Erinnerung an eine Freundschaft, die schon lange nicht mehr existent ist?

Das Bild dient also als Katalysator, mit dessen Hilfe die Autorin auf sehr subtile und psychologisch fein gezeichnete Weise eine Situation analysiert, die drei Männer, ihre Gefühle, ihre Befindlichkeit, ihre Freundschaft, ja ihr gesamtes bisheriges Dasein auf den Prüfstand und infrage stellt. «KUNST» und Leben: wie alles funktioniert. Das ingenieuse an dieser «KUNST» -Komödie: Der ungemein knapp und wie mit leichter Feder gesetzte Text über die Wirkung des Kaufs eines ausgerechnet abstrakten Gemäldes liefert jedem der drei Charaktere auch einen vielschichtigen Subtext. Nicht voller Tiefsinn. Voller Hintersinn, durch den man erfährt, wie Freundschaft oder Liebe fast nie durch offenkundige Wichtigkeiten, sondern durch scheinbar Nebensächliches bestimmt werden.

Aufführungsrechte: Theater Verlag Desch GmbH, München

 Personen und ihre Darsteller
 
SERGE

Helmuth Stanisch
Geboren und aufgewachsen in Hamburg. Mit jugendlichem Übermut Laienspiel geübt, später Rhetorik und Sprechrollen für Puppentheater. Seit Gründung des ATM 1993 in 13 Produktionen mitgewirkt, davon zwei Monologe. Heute im Ruhestand, außer im Theater.
MARC

Jean - Rudolf Stoll
Urbeginn beim Kammersprechchor Zürich (Ellen Widmann). «Kunst» ist Premiere Nummer 28 seit 1987 und Nummer 5 am ATM. Highlight: Derniere «Die Liebe der vier Obersten» 1999 in Anwesenheit des Autors Sir Peter Ustinov (Junge Bühne Zürich).... Doch jedes neue Projekt bringt selbst das Blut der alten Hasen in wohlige Wallungen ... 
YVAN

Peter Müller
Ausbildung zum Schauspieler an einer Privatschule in Zürich. Studium mit Abschluss als dipl. Psychologe. Schauspieler im Amateur- und semiprofessionellen Theater. Mitwirkung in zahlreichen Inszenierungen, u.a. Titelfigur  in Jedermann, Die Physiker/Möbius, offene Zweierbeziehung/ Mann. Rezitator und Sprecher. 

zur Autorin

  
Yasmina Reza (*1959)
 
Die Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Bereits ihre ersten beiden Stücke wurden mit dem renommierten französischen «Prix Molière» ausgezeichnet. Ihr drittes, «KUNST», entstanden im Jahre 1994, avancierte dann zum absoluten Welterfolg. Es erhielt mehrere Preise, auch internationale (u. a. den Tony Award und den Laurence Olivier Award) und war ihr Durchbruch. Ende der 90er Jahre erweiterte Reza ihr Oeuvre durch Drehbücher und Prosa. Im Zusammenhang mit dem Kosmopolitismus ihrer Familie bekannte Reza, ihre einzige Heimat sei die französische Sprache. Das habe auch Einfluss auf ihren Schaffensprozess, darauf, was ihr beim Schreiben wichtig sei. «Wie auf der Bühne geredet wird, interessiert mich mehr, als was da geredet wird. Es kommt häufig vor, dass ich Wörter verwende, weil sie an einer bestimmten Stelle gut klingen, und nicht, weil sie an dieser bestimmten Stelle richtig sind.» Diese besondere Affinität zum Klang der Sprache korrespondiert mit ihrer Wertschätzung für die Musik («Ich halte die Musik für die größte aller Künste»), führt aber nicht zum l’art pour l’art. Gerade ihre besten Stücke sind inhaltsreich und konfliktgeladen, ihre Figuren lebendig und emotional. In den 1990er Jahren wurde Yasmina Reza zur meistgespielten Dramatikerin. Ende 2006 wurde am Zürcher Schauspielhaus ihr Stück «Der Gott des Gemetzels» sehr erfolgreich deutschsprachig uraufgeführt und anschließend zum Berliner Theatertreffen eingeladen.

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