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2004
Der zerbrochne Krug

  von

Heinrich von Kleist



Regie: Paul Lohr †

Premiere: 22.01.2004
19 Aufführungen
 
   

zum Stück  

Ort: in Utrecht,
Zeit: am 1. Februar, Ende des 18. Jahrhunderts. Einakter, gegliedert in einzelne Auftritte.
1. Auftritt
In der Gerichtsstube durchlöchert der Gerichtsschreiber Licht den übel zugerichteten Dorfrichter Adam mit bohrenden Fragen und kündigt den für seine Strenge bekannten Revisor Walter für den heutigen Gerichtstag an.
2. Auftritt
Die unmittelbar bevorstehende Ankunft des Revisors verursacht Hektik. Adam versucht mit haarsträubenden Ausflüchten das Fehlen seiner Amtsperücke zu erklären.
3. Auftritt
Adam erzählt von seinem Traum, in dem ihn, den Richter, ein Kläger ergriffen habe. Dadurch schaut er der Handlung voraus, antizipiert das Geschehen.
4. Auftritt
Der Revisor kommt an. Nach einem Wortgeplänkel zwischen Amtsperson und Sachwalter fordert der Revisor den Richter auf, die Verhandlung einzuleiten. 
5. Auftritt
Die zur Amtshandlung notwendige Perücke kann nicht aufgefunden werden. Adam fürchtet seiner Kahlköpfigkeit wegen um seine äussere Amtswürde. Die Parteien werden gerufen - Adam verlässt für kurze Zeit die Szene.6. Auftritt
Die letzten handelnden Personen werden vorgestellt. (Die Exposition des Dramas ist abgeschlossen. Der Zuschauer weiss jetzt, worum es geht: um einen zerbrochenen Krug und um die Ehre der Jungfrau Eve.) 
7. Auftritt
Die Mutter Eves, Frau Marthe Rull, hebt zur Klage des noch unbekannten Krugzerstörers an. Sie beschreibt in ausführlicher Breite die Krugbemalung, eine historische Szene. (Ihr Wortwitz und das Ritardando der Handlung sind ein eigentliches Kabinettstück der Komik.) Die Gerichtsverhandlung wird kurz unterbrochen.
8. Auftritt
Der Versuch Adams, den Gerichtsrat zu einem Glas Wein einzuladen, schlägt fehl. (weiteres Ritardando)
9. Auftritt
Auf Grund der Erpressungen Eves durch den Richter unterlässt diese ein volles Geständnis, wodurch Ruprecht (ihr Verlobter) immer mehr in Verdacht gerät. (Höhepunkt ist Eves Aussage „Schäme dich, dass du mir nicht in meiner Tat vertrauen kannst.", womit sie die Vertrauensfrage schlechthin stellt, die Kleists Leben und Werk durchzieht.)
10. Auftritt
Die unbeteiligte Augenzeugin Frau Brigitte soll herbeigeholt werden - eine willkommene Pause für Adam in der Verhandlung. Es bahnt sich die scheinbare Wende, das Urteil des Revisors über Adam gestalte sich günstiger, an.
11. Auftritt
Die Katastrophe für Adam beginnt. Brigitte hat die Perücke am Tatort gefunden. Der Revisor will Adam, nicht um seiner selbst, sondern um der Ehre des Gerichtes willen, die totale Blamage ersparen und greift die Teufelversion der abergläubischen Brigitte auf. Eve bricht ihr Schweigen und enthüllt den Sachverhalt. Ruprecht will Rache an Adam nehmen, der dem „Tatort" entflieht.
12. Auftritt
Die Liebenden versöhnen sich. Auch der Gerichtsrat Walter ist zu einem Ausgleich bereit und lässt Adam zurückholen. (Die Komödie bringt die Lösung!)
Im letzten Auftritt wird Frau Marthe an die nächst höhere Instanz verwiesen.
(Kleist überschreibt diesen Auftritt nicht mit der fortlaufenden Nummerierung, sondern bezeichnet ihn als „letzten".)

Personen

Dorfrichter Adam           
Schreiber Licht         
Gerichtsrat Walter           
Frau Marthe Rull           
Eve, ihre Tochter           
Veit Tümpel           
Ruprecht, sein Sohn           
Frau Brigitte          
Magd Liese           
Magd Margrete           
Bedienter           
Büttel Hanfriede 
Darsteller

Helmuth Stanisch
Jean-Rudolf Stoll
Udo van Ooyen
Lilo Rieder
Vera Stirling
Paul Luternauer
Tilman Eberle
Annegret Trachsel
Marlene Schadegg
Annette Frommherz
Paul Luterneuer
Thomas Trachsel
zum Autor

Heinrich von Kleist  (1777 - 1811)

Der aus einer alten preussischen Offiziersfamilie stammende K. trat mit 15 Jahren in das Potsdamer Garderegiment ein und nahm 1793-95 am Rheinfeldzug gegen das französische Revolutionsheer teil. 1799 verließ er die Armee, studierte drei Semester in Frankfurt (Oder) und verlobte sich 1800 mit Wilhelmine von Zenge. K. lebte zunächst in Berlin, wo er das Drama Die Familie Ghonorez entwarf. Der zum Irrationalismus neigende und mehrfach von Todessehnsüchten gepeinigte Dichter reiste gehetzt und ruhelos durch Deutschland, Frankreich und die Schweiz. Seine im Mittelalter spielende Schicksalstragödie Die Familie Schroffenstein (1803), eine umgearbeitete Fassung der Familie Ghonorez (1802), entwickelt die sich zwischen zartfühlender Innigkeit und grausiger Besessenheit verwirrende Geschichte zweier feindlicher Familien, die einander ermorden und auch ihre in wahrer Liebe und Irritationen, rätselhaften Situationen und überraschenden Wendungen des Stücks sind charakteristisch für Kleists dramatischen Stil. Nach seelischem und körperlichem Zusammenbruch verbrannte K. das Manuskript seines Stücks über den heroischen Normannenherzog Robert Guiskard (1. Akt 1807 wiederhergestellt). 1804 trat K. wieder in preußische Dienste und arbeitete in Berlin und Königsberg (Amphitryon, 1807; Penthesilea, 1807/08). Nach dem Sieg Napoleons als angeblicher Spion verhaftet, bewegte sich K. nach seiner Freilassung im Kreise der Dresdener Romantiker (A. Müller, L. Tieck), gründete 1807 das Kunstjournal Phöbus und vollendete das Lustspiel Der zerbrochne Krug (1808) sowie das träumerisch-wunderbare Volksschauspiel Das Käthchen von Heilbronn (1808). Der einstige Anhänger Rousseaus wurde nun zum erbitterten Napoleon-Gegner und Fürsprecher eines deutschen Nationalismus (Die Hermannsschlacht, 1808; Kriegslyrik und politische Gedichte, 1808/09). Aus einem ausweglosen Pessimismus rang er sich zur Anerkennung der Notwendigkeit und Gerechtigkeit staatlicher Ordnung durch. Er verkehrte in Kreisen der Berliner Romantiker (A. v. Arnim, C. Brentano, R. Varnhagen) und war Herausgeber und Redakteur der Tageszeitung Berliner Abendblätter (1810/11). K. trat auch als begnadeter Essayist (Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden; Über das Marionettentheater) und Erzähler (Die Marquise von O.; Das Erdbeben in Chili; Die Verlobung in St. Domingo; Das Bettelweib von Locarno; Der Zweikampf) hervor. In seinen Prosaarbeiten, von denen die Novelle Michael Kohlhass (1810) vielleicht die bekannteste ist, werden, meist außerordentliche, paradoxe und dämonisch-schicksalhafte Ereignisse in unnachahmlich dichtem Sprachduktus poetisch gestaltet. Nach Vollendung des Prinzen Friedrich von Homburg (1811) in finanziellen Schwierigkeiten und persönlichen wie familiären Querelen, ging K. zusammen mit einer Freundin, der unheilbar kranken Henriette Vogel, in der Nähe des Berliner Wannsees bewußt in den Tod. (J.Bollinger)  

  
           
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