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1998
Tango

  von

Slawomir Mrozek

Übersetzung:
Ludwig Zimmerer

Regie: Annegret Trachsel

Premiere: 23.10.1998
13 Aufführungen
 
  

zum Stück  

In einem bürgerlichen Salon entwickelt sich doppelsinniges Familienleben. Die vollendete Revolte gegen die bürgerliche Lebensform wird von der Elterngeneration vorgelebt: Vater Stomil mit offenem Pyjama und Künstlermähne führt 'schockierende Theaterexperimente' vor und es interessiert ihn kaum, dass seine Frau Eleonore ab und zu mit Edek schläft, dem scheinbar gutmütigen Naturburschen mit Ganovencharakter. Ebenso angesteckt von der 'totalen Konventionslosigkeit' sind Großmutter Eugenia und Nichte Ala. Onkel Eugen steht zwischen den Fronten und trägt zu den kurzen Hosen der Anarchie den Frack der alten bürgerlichen Ordnung. Sohn Artur, Medizinstudent, hasst das Chaos seiner Familie, die er als 'Bordell' bezeichnet, "in dem nichts funktioniert, weil alles erlaubt ist, in dem es keine Regeln und kein Vergehen gibt". Entschlossen, ein Wertsystem mit festen Normen zu schaffen, gewinnt er Eugen als Verbündeten. Er will seine liederliche Cousine Ala in aller Form heiraten. Mit vorgehaltener Pistole nötigt er der Oma den Segen ab. Im dritten Akt kommt Artur zu spät zur Hochzeit, betrunken und desillusioniert. Er hat erkannt, dass die Welt nicht durch die Form erlöst werden kann. Gemeinsam wird eine neue Idee gesucht. Gott? Sport? Fortschritt? Erst der Tod der Großmutter inspiriert Artur und er lässt sich vom Rausch der Macht über Leben und Tod hinreißen und macht Edek, den 'Repräsentanten einer kollektiven Vernunft', zu seinem Mordwerkzeug. Aber Artur, der intellektuelle Verführer, wird zum ersten Opfer seines brutalen Büttels, der Arturs Jacke anzieht und die Macht übernimmt: die Familie kuscht vor ihm und Onkel Eugen weigert sich nicht mit Edek einen Tango zu tanzen, über die Leiche Arturs hinweg. Der Tango ertönt weiter über die Lautsprecher im Zuschauerraum und lässt das Publikum seine eigene Verführbarkeit spüren.

Personen
EUGENIA, Grossmutter          
EUGEN, Onkel           
STOMIL, Vater          
ELEONORE, Mutter           
ARTUR, Sohn           
ALA, Cousine           
EDEK, Hausfreund           

Darsteller
Silvia Schmucki / Ros Zihlmann
Helmuth Stanisch
Marco Badilatti
Lilo 
Rieder
Andreas Trachsel
Delia Badilatti
Matthias Hegenbart


Slawomir Mrozek *26.06.1930 

S. Mrozek, Sohn eines Postbeamten, studierte in Krakau Architektur, Malerei und Orientalistik. Zunächst arbeitete er als Journalist und erfolgreicher Karikaturist, ehe er sich der Schriftstellerei zuwandte. 1957 erschien sein erstes Buch mit satirischen Erzählungen unter dem Titel 'Der Elefant' sowie das Theaterstück 'Die Polizei, mit denen er sofort Weltruhm erlangte. Fortan widmete sich der Autor neben der Prosa besonders dem dramatischen Fach und verfasste rund 30 Dramen und Hörspiele.
Im kommunistisch regierten Polen während Jahren ein angesehener Dramatiker, den die damaligen Machthaber gerne als intellektuelles Aushängeschild benützten, distanzierte sich Mrozek 1968 von der brutalen Niederschlagung des 'Prager Frühlings' durch die Mitgliederstaaten des Warschauer Pakts in der Tschechoslowakei, floh aus der Heimat und erhielt in Frankreich politisches Asyl. Daraufhin wurden alle seine Werke in Polen verboten.. Während vieler Jahre lebte der Autor in Paris, später in Mexiko. Erst vor kurzem ist er wieder in seine Heimatstadt zurückgekehrt. 1972 erhielt der 'polnische Ionesco', wie Mrozek zuweilen charakterisiert wird, den österreichischen Staatspreis für europäische Literatur und 1987 wurde ihm der Kafka-Preis verliehen. (mb)


  
      
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