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2000
Biedermann und die Brandstifter

 

ein Lehrstück ohne Lehre

von

Max Frisch



Regie: Delia Badilatti

Premiere: 26.10.2000
21 Aufführungen

 
  

zum Stück  

"Aufhängen sollte man sie!" Mit diesen Worten wird Gottlieb Biedermann, seines Zeichens Haarwasserfabrikant, vorgestellt. Er spricht damit auf die Verursacher der Brandserie an, die zur Zeit die Stadt terrorisieren. Just in diesem Augenblick betritt ein solcher seine Stube. Wider die eigenen Vorsätze nimmt Biedermann den ungebetenen Gast, genannt Schmitz, auf seinem Dachboden auf. Dieser entlarvt sich als äußerst schlagfertiger und berechnender, aber doch charismatischer ehemaliger Zirkus-Ringer. Schon bald gesellt sich sein Kumpel Eisenring zu ihm, vormals Oberkellner in einem noblen Restaurant. Unverholen bereiten die beiden eine neue Brandstiftung vor, diesmal in Biedermanns Haus. Doch dieser, geplagt vom schlechten Gewissen wegen des Selbstmordes eines von ihm skrupellos entlassenen Angestellten, entpuppt sich zunehmend als feiger Zeitgenosse, der die offensichtliche Bedrohung nicht nur duldet, sondern auch noch fördert. So wird das Opfer zum Mittäter, nimmt das Verhängnis seinen Lauf und lässt sich selbst vom Chor der Feuerwehrmänner nicht aufhalten.
 

Personen
HERR BIEDERMANN           
BABETTE, seine Frau            
ANNA, ein Dienstmädchen            
SCHMITZ, ein Ringer            
EISENRING, ein Kellner            
WITWE KNECHTLING           
DER CHOR          
EIN POLIZIST            
Darsteller
Marco Badilatti
Lilo Rieder
Annette Frommherz
Adrian Wichser
Markus Stammbach
Lilo Rieder
Sebastian Zeidler / Oliver Rieder
Oliver Rieder

 

Max Frisch (15. Mai 1911 - 4. April 1991)

Kämpfer mit skeptischem Weltbild

Als Max Frisch am 4. April 1991 starb, atmeten manche seiner Gegner, die in ihm nur einen „Nestbeschmutzer" zu erkennen vermochten, auf. Endlich wurden sie von diesem unbequemen Moralisten in Ruhe gelassen. Umgekehrt beklagten Literatursachverständige nach Friedrich Dürrenmatt den Verlust des zweiten Schweizer Dichters des 20. Jahrhunderts von internationalem Format und seine Freunde das Verstummen eines wahren „Citoyens", der sich für sein Land mitverantwortlich fühlte und dies kraft seiner Feder unerschrocken kundtat – treu seiner Devise, nicht weise werden zu wollen, sondern zornig zu bleiben. Nun, auch Frisch hat erfahren müssen, dass Idealismen allein die Welt nicht heilen, was den parteilosen Sozialkämpfer, klaren Denker, subtilen Wortkünstler und rationalen Humanisten zusehends zum Skeptiker, ja resignierenden Zeitgenossen machte.

In einfachen Verhältnissen geboren am 15. Mai 1911 in Zürich, studierte Max Frisch zuerst Germanistik, brach aber das Studium ab, wurde freier Journalist und erwarb später an der ETH das Diplom als Architekt. Es folgte der Aktivdienst bis er 1942 in der Limmatstadt ein Architekturbüro eröffnete und Gertrud von Meyenburg heiratete.  1955 löste Frisch sein Geschäft auf, um sich ganz dem Schreiben zu widmen, 1959 trennte er sich auch von seiner Frau. Während vier Jahren lebte er mit Ingeborg Bachmann in Rom, nachdem er schon zuvor Osteuropa, arabische Länder und die USA bereist hatte. 1968 heiratete Max Frisch die fast 30 Jahre jüngere Studentin Marianne Oellers (Scheidung 1979). Er lebte in Berlin, in seinem Bauernhaus in Berzona TI und in New York. Weitere Reisen führten ihn nach Russland und China, ehe sich der kränkelnde Weltenbummler in Zürich zurückzog, bis zum Tod begleitet von  Karin Pilliod.

Max Frisch, dem mehrere bedeutende Literaturpreise und Ehrendoktoren-Titel zuteil wurden, ist sowohl als Dramatiker (u.a. Santa Cruz, Graf Öderland, Don Juan, Biedermann und die Brandstifter, Andorra) wie auch als Romanautor (Stiller, Homo faber, Mein Name sei Gantenbein, Montauk, Der Mensch erscheint im Holozän, Blaubart) und Essayist (Tagebücher und anderes) hervorgetreten. Seine Romanthemen kreisen meist um den Ich-Verlust des Individuums und seine Entfremdung in einer normierten Welt, während er in seinen Dramen auch politische Anliegen auf’s Tapet bringt und sich mit Fragen der persönlichen und kollektiven Schuld befasst.
(M. Badilatti)

     
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