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2010

Das kunstseidene Mädchen

   von
Irmgard Keun
Bühnenfassung: Gottfried Greiffenhagen
mit Musik von: Prokofieff, Weill, Kreisler und
Schlager aus den 30er Jahren

Regie: Annegret Trachsel
musikalische Leitung: Corina Gieré

Premiere: 17.03.2010
8 Aufführungen
516 Zuschauer
 
 
Annina Gieré als Doris
    
zum Stück

DORIS:
Ich werde ein Glanz. Ich werde ein Glanz. –


Wollen Sie wissen, was ein Glanz ist? Ein Glanz ist – also es gibt Mädchen, die sind ganz eklig hässlich und können doch ein Glanz werden, wie …

...Ich denke, dass es gut ist, wenn ich alles beschreibe, weil ich ein außergewöhnlicher Mensch bin. Ich will schreiben wie im Film, denn so ist mein Leben und wird noch mehr so sein.
 
Anfang der 30er Jahre - schon fällt der Schatten der Nazi-Diktatur auf die wankelmütige Demokratie. Die 18-jährige Stenotypistin Doris verlässt ihre rheinische Provinzheimat, um im pulsierenden Leben Berlins ein «Glanz» zu werden. Für ihren Traum von Liebe, Luxus und Karriere ist die Weltstadt mit ihren unerschöpflichen Angeboten an Kinos, Theatern, Tanzpalästen und Flanierstraßen das einzig in Frage kommende Ziel.

Der glitzernd-bunten Scheinwelt der Film- und Schlagerstars steht der glanzlose Alltag mit Massenarbeitslosigkeit, Kriminalität und vor allem oberflächlichen Männerbekanntschaften gegenüber. Trotz Enttäuschungen versucht Doris, ihren Platz in der großstädtischen Vergnügungswelt zu behaupten.

Vater unser, der du bist im Himmel, mache mir doch mit einem Wunder eine feine Bildung – das übrige kann ich ja selbst machen, mit Schminke –
 
DORIS

am Klavier


Aufführungsrechte

 
Annina Gieré

Julien Bellot
Alexander Weisser


Verlag Felix Bloch Erben, Berlin
Musikverlag und Bühnenvertrieb Zürich AG, Zürich
 
Irmgard Keun  (1905 - 1982)
 
Irmgard Keun, am 6. Februar 1905 in Berlin geboren, wurde zu Beginn der 1930er Jahre bekannt mit ihren Romanen «Gilgi - eine von uns» (1931) und «Das kunstseidene Mädchen» (1932). Beide Werke wurden verfilmt, jedoch bereits 1933 verboten. Keun emigrierte 1936, kehrte aber 1940 unter falschem Namen nach Deutschland zurück und lebte bis Kriegsende in der Illegalität. In den nächsten dreißig Jahren arbeitete sie, vom Literaturbetrieb und der Öffentlichkeit weitgehend vergessen, für den Rundfunk und für’s Kabarett; literarische Versuche aus dieser Zeit blieben ohne größere Resonanz. Neuer Ruhm stellte sich wieder 1977 ein mit der Neuauflage ihrer beiden Romane, 1981 erhielt sie den Marieluise-Fleißer-Preis. Allerdings konnte sie den Erfolg nicht lange genießen, Irmgard Keun starb ein Jahr später am 5. Mai 1982 in Köln. 

Keun gibt einen einmaligen, psychologisch scharfsinnigen und ironischen Einblick in die «deutsche Wirklichkeit» vom Ende des ersten Weltkriegs bis zur zweiten Nachkriegszeit (Klaus Mann). Und sie selbst muss oft so mutig und frech gewesen sein wie ihre jungen Protagonistinnen, wenn auch bei weitem nicht so naiv.
«Was die Keun aus der ’Neuen Sachlichkeit’ machte, das war eine artistische Popliteratur: eine rasante Melange aus Schlager und Schreibmaschine, aus innerem Monolog, zarten Lyrismen und genau gehörter Umgangssprache, aus Werbeplakaten und Revuenummern.» (aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zum 100. Geburtstag Keuns)
   
    
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