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Schauspielensemble
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2009
Der Panther

   von

Felix Mitterer

Schweizer Erstaufführung

Regie: Udo van Ooyen

Premiere: 13.03.2009

15 Aufführungen
1254 Zuschauer
 
     
zum Stück
 
Marion, nicht mehr gerade die Jüngste, hat nach der Beerdigung ihres Gatten einen seltsamen, alten Mann mit dem Auto angefahren. Dieser nistet sich bei ihr ein, will statt Schmerzensgeld nur eine Bleibe und ein wenig Gesellschaft.
Was wirklich geschehen ist - ist er absichtlich ins Auto gelaufen, hat er sich tatsächlich verletzt oder spielt er ihr nur etwas vor? - bleibt ebenso im Dunkeln wie seine Identität.
Was verbindet die beiden? Ein Leben? Ein Spiel? Ein Traum? In immer wieder neuen Varianten entstehen komisch–verschrobene Momente des Wiedererkennens und des erneuten Verlusts. Gemeinsam wird ein geldgieriger Neffe in die Flucht geschlagen und ein kaum mehr fassbares Leben rekonstruiert. 
Was nahezu als Komödie beginnt, wird ein sehr berührendes, poetisches Stück über die Liebe, das Altern und die Würde und zugleich eine großartige Charakterstudie zweier Menschen, die am Abend ihres Lebens stehen. 
Der Panther ist spannend wie ein Krimi und poetisch wie ein Gedicht. Ein psychologisches Kammerspiel mit Haken schlagendem Handlungsverlauf, ist Sittenbild, Beziehungsgeschichte und Charakterstudie in einem, voll schwarzem Humor und liebenswertem Witz.
 
Personen

Der Mann ohne Namen, alt
Marion Liebherr, alt
Heinz, im mittleren Alter

Aufführungsrechte:

Darsteller
Helmuth Stanisch
Annegret Trachsel
Udo van Ooyen


Österreichischer Bühnenverlag Kaiser & Co. GmbH
 

Felix Mitterer (*6. Februar 1948 in Achenkirch, Tirol)

Felix Mitterer, Österreicher, ist erfolgreicher Theater-, Hörspiel- und Drehbuchautor sowie Schauspieler.

Nach der Geburt wurde er von einem Landarbeiterehepaar adoptiert. In Kitzbühel und Kirchberg ging er zur Schule, bildete sich danach in Innsbruck zum Lehrer aus und arbeitete ab 1966 beim Innsbrucker Zollamt. 1970 wurden seine ersten Beiträge im ORF gebracht. 1977 machte er sich als freier Autor selbständig. Neben seiner literarischen Tätigkeit tritt er auch immer wieder als Schauspieler auf. Felix Mitterer arbeitet und lebt mit seiner Familie seit 1995 in Castlelions (Irland).

Die mehrteiligen Filme ‚Verkaufte Heimat’ und ‚Piefke-Saga’ sind seine bekanntesten, vielfach preisgekrönten Fernseharbeiten, ,Kein Platz für Idioten’, ,Besuchszeit’ und ,Sibirien’ die am meisten aufgeführten Theaterstücke.
 

DER PANTHER
Im Jardin des Plantes, Paris

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille -
und hört im Herzen auf zu sein.

Rainer Maria Rilke, 6.11.1902, Paris
 
aus e-mails zur Aufführung:
Eine ganz GROSSE und herzliche Gratulation zu dieser wunderschönen und nachdenklich stimmenden Aufführung. Jedes Mal im ATM finden wir, das sei nun die beste aller Aufführungen gewesen, und so erging es uns auch gestern. Ihr habt eine eindrückliche schauspielerische Leistung vollbracht und uns begeistert.

Komme gerade von der Aufführung zurück und bin noch ganz bewegt. Besuche eine Weiterbildung in Gerontologie am Alfred Adler Institut in Zürich. Ich kann nur allen meinen Mitstudentinnen raten dieses Stück mitzuerleben, oder mitzuleiden. Ich durfte heute Abend sehr viel begreifen.


Dir und Deinen Kollegen möchten Susi und ich ganz herzlich gratulieren! Wir fanden die Aufführung grossartig und vor allem tiefsinnig und doch amüsant. Gerade Susi, die mit dieser Thematik täglich konfrontiert wird, hat dies sehr berührt.

Unser Sohn war sehr beeindruckt von der Aufführung vom Samstag und empfahl mir das Stück wärmstens. Tatsächlich konnte ich noch einige Karten ergattern und war ebenso wie meine Begleiter begeistert. Viele Gedanken dazu kommen erst im Nachhinein, in Alltagssituationen, wie ältere Semester wie ich dies in scheinbaren Kleinigkeiten immer wieder erleben. So habe beispielsweise auch ich mir selber eingestehen müssen, dass ich eine Beige Zeitschriften und Zeitungen "zum späteren Lesen oder Weiterverteilen" (ohne Geld) horte: Nächste Woche ist Papiersammlung! 

Mit sehr viel Feingefühl haben Sie alle die drei Personen dargestellt. Grosse Bewunderung meinerseits für das zitierte Gedicht von Rilke und das Lied! Bis vor etwa 50 Jahren lernte man in der Schule viel auswendig. Schillers Glocke war Pflicht; dass ich knapp darum herum kam, dies zu lernen, freute mich damals sehr - heute bin ich aber nicht mehr so sicher, ob dies zu meinem Besten war...
 
   
 
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